Wie du mit der Moll-Pentatonik deine Solis aufpeppst


Die Moll-Pentatonik ist vermutlich die am meisten verwendete, gehörte, gesehene und demonstrierte Tonleiter im Rock. Und wenn du Rock, Pop oder Blues lernen möchtest, oder bereits mit unserer App Fretello Lead übst, bist du bereits über die sie gestolpert. Songs von Bands wie Pink Floyd, den Rolling Stones, Led Zeppelin, AC/DC, Aerosmith, Van Halen, Guns N’ Roses, Nirvana, und den Foo Fighters verwenden sie regelmäßig.

Warum du mit der Moll-Pentatonik starten solltest?

Auf dieselbe Weise wie dir schreiben zu lernen beim Lesen hilft und wie dir lesen zu lernen beim Sprechen hilft, hilft dir das Erlernen der Pentatonik dabei Material aus dem Rock-Genre schneller zu erlernen, zu merken und anzuwenden. Neue Riffs, Licks und Solos sind einfacher zu verstehen und nachzuvollziehen, wenn du verstehst woher sie eigentlich kommen. Darüber hinaus ist die Moll-Pentatonik der ideale Startpunkt, wenn du eigene Soli, Riffs oder Melodien komponieren möchtest.

A minor pentatonic

Die Moll-Pentatonik, auch bekannt als La-Pentatonik oder 5. Mode, ist das am häufigsten verwendete Griffmuster von 5 möglichen in der Pentatonik.

Um die Skala zu verinnerlichen, kannst du sie einfach immer und immer wieder auf- und abwärts wiederholen. Wichtig dabei ist, dass du sie langsam spielst und versuchst Fehler zu vermeiden. Fretello kann dir bei diesem Prozess helfen.

pentatonic_up pentatonic_down

Wie du die Moll-Pentatonik interessanter gestaltest

Du kannst sehr einfach einen einzigartigen Sound für deine Soli und Riffs erzeugen, indem du zusätzliche Töne zur Moll-Pentatonik hinzufügst. Das Ergebnis daraus hat oft keinen offiziellen Namen. Deshalb werden diese Skalen oft als „hybrid“ bezeichnet. Im nachfolgenden Griff-Diagramm zeigen wir dir eine coole Hybrid-Tonleiter, die auf der Moll-Pentatonik basiert.

hybrid_scale

Die Moll-Pentatonik wird um die sogenannte Blue Note (A-Saite 6. Bund, G Saite 8. Bund), die dorische Sext (B-Saite 7. Bund) und eine große Sept als Leitton (D-Saite 6. Bund) ergänzt.

In der Theorie werden bei hybriden Skalen Noten unterschiedlicher Tonleitern kombiniert. Konkret handelt es sich um eine Kombination aus Moll-Pentatonik, Bluestonleiter, Dorisch und Harmonisch Moll. Das klingt allerdings komplexer, als es in der Praxis ist. Wichtig ist, dass du diese hybride Tonleiter ausgezeichnet für Rock und Blues verwenden kannst. Gitarrenlegende Paul Gilbert verwendet einen ähnlichen Ansatz für seine Soli.

Tipp für Fortgeschrittene: Das Griffmuster lässt sich super in dorisch einsetzen. Es passt aber nicht zu allen Akkordfolgen in Moll. Willst du es zu einer Akkordfolge in Natürlich Moll (aeolisch) spielen, musst du auf der B-Saite den 6. statt 7. Bund greifen.

Wie klingt die hybride Tonleiter?

Wir haben ein kurzes Video erstellt, das zeigt, wie die Tonleiter klingt. Wenn du die Moll-Pentatonik noch nicht kennst, lerne sie zuerst. Sie ist eine der ersten Skalen, die du auch mit Fretello übst. Ansonsten kannst du versuchen die hybride Tonleiter beim Improvisieren zu Jam Tracks einzubauen.

Florian Lettner
CEO & Co-Founder